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  • 9. Mrz. 2008

    Waren früher Fahrradrennen über längere Distanzen den Rennradfahrern vorbehalten, so werden Mountainbikemarathons immer populärer. Ein Grund dafür ist, dass auch ambitionierte Hobbyfahrer ohne Lizenz daran teilnehmen dürfen und oft keine Zeitnahme mit Endklassement erfolgt, was Leistungsdruck gar nicht erst aufkommen lässt.

    Im Gegensatz zur Marathondistanz der Leichtathletik beträgt die Langdistanz für Mountainbiker, laut UCI Reglement, mindestens 60 Kilometer und drei Stunden Fahrzeit. Bei den Profis sind es minimal 80 Kilometer Wettkampfstrecke und vier Stunden im Sattel. Der Mountainbikemarathon ist eigentlich eine Unterkategorie des Cross Country Rennens. Das Streckenprofil weist teilweise selektive Steigungen auf, denen technisch anspruchsvolle Abfahrten folgen. Gefahren wird hauptsächlich auf Feld- und Waldwegen. Das UCI Regelwerk sieht dabei einen Maximalanteil von asphaltierten Wegen mit 15% an der Wettkampfstrecke vor.Fahrerisch und konditionell wird einem Mountainbikemarathonfahrer viel abverlangt.

    Als Velo empfiehlt sich ein Mountainbike mit Vollfederung. Dieses bietet bei den Abfahrten eine entsprechende Fahrsicherheit durch seine Federelemente und auf der Langdistanz den notwendigen Komfort. Je nach Geländebeschaffenheit kann der Einsatz eines Hardtail-Bikes mit einer Federgabel sinnvoll sein: Dieses wiegt weniger als ein Fully, was sich bei steilen und längeren Anstiegen positiv bemerkbar macht. Allerdings sollten die Abfahrten nicht zu ruppig vom Untergrund sein, denn dies kann schnell zu einer Zitterpartie werden.

    Bei den Mountainbikemarathons geben manchmal ambitionierte Hobbysportler vorzeitig auf. Der Grund dafür liegt oft in der mangelnden Vorbereitung und der falschen Renntaktik. Nur wer regelmäßig im Training längere Cross Country Strecken fährt, ist wirklich körperlich fit um einen Mountainbikemarathon konditionell zu meistern. Ausdauer kann aber nicht nur auf dem Mountainbike trainiert werden, sondern auch mit dem Rennrad oder beim Krafttraining. Viele Marathonnovizen wählen im ersten Streckendrittel ein zu hohes Tempo, schalten zu spät am Berg oder gar nicht, liefern sich überflüssige Duelle mit anderen Fahrern und verzichten auf die notwendigen Pausen bei den Verpflegungsstationen. Derartiges Verhalten führt zwangsläufig zu konditionellen Einbrüchen, dann wird jeder Anstieg zur körperlichen Qual. Die nachlassenden Kräfte machen sich auch bei den Abfahrten negativ bemerkbar, diese können nicht mehr zur Regeneration genutzt werden, weil Fahrfehler permanent korrigiert werden müssen. Wichtig ist auch die zweckmäßige Ausrüstung: Regenschutz, Flickzeug, Energieriegel, Werkzeug und ausreichendes trinken sind ein absolutes Muss bei einem Mountainbikemarathon.

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